Normierte Mistelextrakte können in Ergänzung der konventionellen Krebstherapie zur Stabilisierung der Lebensqualität von Tumorpatienten beitragen. Ein intaktes Immunsystem ist nach heutigen Erkenntnissen wichtig für die Befindlichkeit von Krebskranken.

Mistelextrakt bei KrebsFür standardisierte Mistellektine wie Eurixor und Lektinol sind unter anderem eine Erhöhung der Aktivität von natürlichen Killerzellen(NK-Zellen), eine vermehrte Freisetzung von Interleukin (IL) 1 und -6 in der Haut und eine Zunahme von Interleukin-10 sowie INF-alpha und -gamma im Vollblut dokumentiert worden. Wichtig bei der Anwendung von Mistellektinen ist die richtige Dosierung, da bei Überdosierung eine Immunsuppression droht. Nach Dosisfindungs- und Verträglichkeitsstudien gelten heute 0,5 bis 1,5 ng/kg KG pro Applikation (alle 72 Stunden) als optimal. Die Therapie mit Mistellektinen sollte nicht länger als acht Wochen erfolgen, da sich nach zehn Wochen Mistel-Antikörper bilden, deren klinische Bedeutung noch unklar ist

Da die klinische Relevanz der unter Mistellektinen beobachteten IL6-Ausschüttung noch unbekannt ist, werden Patienten mit bestimmten Tumorerkrankungen wie Leukämien, Lymphome sowie Kinder mit Tumoren wegen der möglichen Gefahr der Tumorprogression von der Therapie ausgeschlossen.

Vor Therapiebeginn empfehlen wir die Erstellung eines Immunprofiles sowie die Durchführung eines Immuntestes, etwa mit dem Multitest Immignost, da Mistelextrakte nur bei einer Immunschwäche zur Verbesserung des Immunstatuts verabreicht werden sollte Bei Patienten mit fortgeschrittenem kolorektalem Karzinom die entweder die Standardtherapie mit 5-FU und Folinsäure oder zusätzlich Mistelextrakt erhielten hat zwar die Misteltherapie keinen Einfluss auf die Remissionsraten, wohl aber auf die Überlebenszeit und die gesundheitsbezogene Lebensqualität.