Warum bekommen Menschen, die viel Vollkornbrot oder Sojaprodukte essen, nicht so leicht Brust-oder Prostatakrebs? Prof. Herman Adlercreutz, Biochemiker an der Universität Helsinki, hat jetzt die geheimnisvollen Substanzen entdeckt, die offensichtlich den Krebs in Schach halten.

Es sind die Pflanzenhormone Lignane und Isoflavonoide. Sie haben viele positive Effekte, z.B.

Gegen Brustkrebs

Bei vielen Brustkrebsbsformen beginnt der Krebs, wenn ein bestimmtes- Enzym (Tyrosin-Kinase) außer Kontrolle gerät. Das Enzym verändert die Erbsubstanz der Zellen – Krebs entsteht. Pflanzenhormone können das gefährliche Enzym bremsen, so die Entstehung von Brustkrebs deutlich hemmen.

Gegen Prostatakrebs

Den gefährlichen Prostatakrebs bekommen vor allem ältere Männern. Grund: Das männliche Sexhormon Testosteron läßt die Prostata jahrelang wuchern – oft entsteht daraus Krebs. Die Pflanzenhormone behindern das Testosteron, schützen so die empfindliche Prostata.

Gegen Darmkrebs

Darmzellen sind besonders empfindlich gegen Abfallprodukte des Stoffwechsels. Sie heißen „freie Radikale“, führen oft zu krebsiger Entartung der Darmschleimhaut. Pflanzenhormone können die „freien Radikalen“ ausschalten, so die Krebsentstehung entscheidend behindern.

Die Pflanzenhormone schützen darüber hinaus auch vor Knochenschwund und Gefäßverkalkung.

Welche Lebensmittel enthalten besonders viele Pflanzenhormone?

Müsli, Vollkornbrot, Sojaprodukte, Tofu, Nüsse.
Pharmafirmen weltweit arbeiten schon an Pillen mit den Pflanzenhormonen.