Bekanntlich haben Menschen, die regelmäßig grünen Tee trinken weniger Lungen- und Speiseröhrenkrebs. Unklar war bisher, wie dieses Getränk das Tumorwachstum unterdrücken kann. Jetzt haben Forscher am Karolinska-Institut in Stockholm in Schweden gefunden, daß die Teepflanze offenbar Substanzen enthält, die die Neubildung von tumorversorgenden Gefäßen unterdrückt (Angiogenesehemmung).

Grüner Tee: das GesundheitselixierBei Mäusen gelang es, Wachstum und Ausbreitung von Lungentumoren zu verhindern, diese werden durch die Aktivität des Zellhormons VEGF (vascular endothelial growth factor) normalerweise mit neuen Gefäßen versorgt. Die Tumorhemmung gelang bei Tieren, die Tee tranken, aber dagegen nicht bei Tieren, die nur reines Wasser bekamen.. Der grüne Tee enthält u.a. eine Substanz, das Epigallocatechin, das auch im Blut nach Genuss von zwei bis drei Tassen Tee nachgewiesen werden kann. Das Wachstum neuer Gefäße in der Kornea von Hühnern – ein bewährtes Testsystem für die Entwicklung von Kapillaren, wird durch Grüntee deutlich unterdrückt. Epi-gallo-catechin verhindert auch das Wachstum von Endothelzellen in vitro. Diese Beobachtungen könnte erklären, warum regelmäßiger Genuss von grünem Tee eine Tumorentstehung verhindern kann.