Immerhin enthält jede Zigarette rund 400 bekannte Karzinogene. Es lag also nahe einen engen Zusammenhang zwischen und Krebsentstehen anzunehmen, belegt wurde dies auch durch zahlreiche klinische und epidemiologische Studien. Jetzt haben amerikanische Forscher entdeckt, dass eine Substanz im Zigarettenrauch das Gen p53 schädigt. Dieses Gen verhindert normalerweise unkontrolliertes Zellwachstum.

Wie Rauchen Krebs verursachtIn Experimenten wurden Zellen der menschlichen Lunge der Chemikalie BPDE ausgesetzt. Das ist ein stark krebserregender Stoff, der im Körper bei der Aufspaltung einer Substanz im Rauch, dem Benzpyren, entsteht. Dabei stellte sich heraus, dass das BPDE die Erbinformation des Gens p53 an drei ganz bestimmten Stellen schädigt, von denen bereits bekannt ist, dass sie an der Entstehung von Lungenkrebs maßgeblich beteiligt sind. Schon bei früheren Untersuchungen hat man bei 70 Prozent aller Lungenkrebsfälle Schädigungen an diesem Gen festgestellt. Das p53-Gen ist aber nicht nur für die Entgiftung in der Lunge, sondern im gesamten Körper zuständig: Die Hälfte aller Krebserkrankungen ist auf eine Schädigung dieses Gens zurückzuführen.

BPDE findet sich auch im Körper von Passivrauchern. Damit ist bewiesen, daß allein schon das Mitrauchen das Lungenkrebsrisiko erhöht. Wir werden uns im StGJ noch häufig mit der Bedeutung des p-53 Gens befassen.

Literatur
  1. Dr. John Dani et al., Baylor College of Medicine, Houston, Texas, USA
  2. Newsweek, 4. November 1996, Sefte 68
  3. Dr. Moonshong Tang et al., M. D. Anderson Cancer Center, Houston, Texas, USA, and Dr. Gerd Flfeifer et al., Beckman Research Instiute of the City of Hope, Duar-te, California, USA
  4. Science, 18. 10. 1996
  5. New York Times, 18. 10. 1996